Die Vorläufer der heute bekannten Lebkuchen stammen aus Belgien. Ihre Rezepturen wurden zunächst von den Aachenern und später von den fränkischen Klöstern übernommen und dabei jeweils abgewandelt. Da man für die Lebküchnerei neben Honig vor allem seltene Gewürze aus fernen Ländern (vor allem Zimt, Nelken und Anis, aber auch Kardamom, Koriander, Ingwer und Muskat) verlangt, entwickelte sich die Lebkuchentradition zunächst in bedeutenden Handelsstädten wie Nürnberg und Basel – deren Nürnberger Lebkuchen und Basler Läckerli es zu weltweiter Bekanntheit brachten. Daneben gibt es viele beliebte regionale Spezialitäten, zum Beispiel aus der Schweiz oder dem französischen Dijon. Aus den regionalen Traditionen (und den jeweils verfügbaren Handelswaren) haben sich mit der Zeit viele unterschiedliche Rezepte entwickelt.