Zur Verbreitung der Idee des slow baking wurde im Jahr 2003 der Verein "slow baking - Backen mit Zeit für Geschmack e. V." gegründet. Zweck des Vereins ist die Einführung und Förderung einer auf der Basis langer Teigführung und -ruhe basierenden Backweise, mit dem Ziel, den Geschmack und die Qualität von Backwaren zu verbessern. Zudem möchte der Verein das Wissen zu diesen Themen in Form von Seminaren und Mitgliedertreffen interessierten Bäckern vermitteln.
Ein weiteres Vereinsziel ist die Verbreitung von Kenntnissen über traditionelle Herstellungsweisen von Produkten aus Bäckerei und Konditorei, denn in Zeiten, in denen es mehr denn je darauf ankommt, sich durch herausragende Produktqualität vom Gros der Wettbewerber zu unterscheiden, kommt den Kenntnissen und Fertigkeiten rund um das Backen wieder eine steigende Bedeutung zu. Zur vertiefenden Information informiert der Verein seine Mitglieder viermal jährlich durch das Magazin "slow baking" über alles Wissenswerte rund um das Backen mit Zeit für Geschmack.
Viele Jahre lang wurde allein die Arbeit im Büro als gewinnbringend eingestuft, das Können in der Backstube wurde einfach vorausgesetzt - auch in der Meisterausbildung. Heute gibt es in fachlicher Hinsicht deutliche Defizite bei der praktischen Arbeit, etwa bei der Sauerteig- und Vorteigführung.
Auch das Wissen um den optimalen Einsatz von Bäckerkälte ist nicht so weit verbreitet, wie es notwendig wäre, um täglich herausragende Qualität zu gleichzeitig verringerten Kosten herzustellen. Viele Bäcker benötigen wieder Unterstützung beim Backen. Zwar gibt es viele Arbeitskreise und Zusammenschlüsse, in denen Bäcker mit Kollegen und Betriebsberatern über betriebswirtschaftliche Ergebnisse ausgiebig diskutieren, doch wo erfährt der Bäcker heute etwas darüber, wie sein Brot den optimalen Geschmack und die ideale Kruste erhält?
Bevor man sich in der Vergangenheit selbst der Lösung eines Backproblems widmete und dazu unabhängigen Expertenrat einholte, vertraute man allzuhäufig der Hilfe durch die Backmittelindustrie. Die war zwar immer in der Lage zu helfen, doch tat sie dieses nicht uneigennützig.
Entsprechend wuchs die Bedeutung etwa durch das Angebot immer neuer Vormischungen für die sichere Herstellung eines breiten Sortiments. Und das Werbematerial wurde gleich mitgeliefert. Sortimente, Schaufenster und Theken ähnelten sich immer mehr und das Wissen um Zusammenhänge beim Backen, um die positiven Wirkungen von Vorteigen oder die Möglichkeiten einer geschmacklichen Verbesserung durch komplexe Teigführungen ging verloren, weil es nicht mehr gefragt war. Hier will der Verein "slow baking - Backen mit Zeit für Geschmack" Hilfestellung geben. Viele Bäcker haben den Wunsch, sich über Probleme des Backens auszutauschen und aus der Praxis von Kollegen für die eigene Praxis zu lernen. Das ermöglicht slow baking mit Veranstaltungen, wie Seminaren, Arbeitskreisen, Workshops und der Mitgliederversammlung.
Außerdem betreibt der Verein Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel auch den Verbraucher wieder zu sensibilisieren, damit er erkennt, warum ein gutes Brötchen nicht billig verkauft werden kann. Die im Verein "slow baking - Backen mit Zeit für Geschmack e. V." zusammengeschlossenen Bäckern unterwerfen sich regelmäßig strengen Qualitätskontrollen.
Geprüfte slow baking-Qualität
Mit dem slow baking-Logo, mit dem die vom Bäcker nach den slow baking Kriterien hergestellten Backwaren ausgelobt werden können, soll der Verbraucher eine Qualitätsauszeichnung verbinden. Wer slow baker ist und das Logo führt, muss nachweisen, wie er die Produkte herstellt und dass er Produktionszeiträume und Zeitfenster einhält. Dazu werden die mit slow baking ausgelobten Produkte in der Herstellungsweise und der angebotenen Qualität durch den Verein kontrolliert. Hält ein Produkt der Qualitätskontrolle stand, erhält der Bäcker die zeitlich befristete Möglichkeit, Backwaren als "slow baking - Produkt" zu bewerben.
mehr unter http://www.slowbaking.de/





